Sanddübel

"Auf die Wahrheit, die nicht Vorteilen und Interessen geopfert werden darf."
Joachim Gauck, Freiheit


Einfach machen.



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01.03.2011
Frage: Sanddübel bestehen aus einem anderen Material als bekannte Dübel. Was ist das?
Sanddüvel: Der Wirkstoff der Sanddübel heißt Duktiler Psammit und ist ein neuartiger Komposit-Werkstoff. Er besteht überwiegend aus mineralischem Sand, Luftporen und einem plastischen Bindemittel.

Sandduebel

17.03.2011
Frage: Einfache Sanddübel "bröseln", wenn man eine Schraube eindreht. Warum hält die Schraube trotzdem?
Sanddüvel: Wegen der Verbundwirkung des wieder verdichteten und extrem harten mineralischen Sandes mit der Bohrlochwand. Die Verbundwirkung beim Herausziehen ist wesentlich größer als die Reibung zwischen Schraube und Dübelelement beim Einschrauben. Das Auflockern oder scheinbare Bröseln von einfachen Sanddübeln ist nur am Bohrlochanfang bis die Schraube greift.
21.03.2011
Frage: Im „Sanddüvel Infoblatt” steht, dass Sanddübel „nicht thermoplastisch” sind. Was sind sie denn nun?
Sanddüvel: Überwiegend wohl psammisch. Aber das muss noch genauer untersucht werden. Viel Stoff für Doktorarbeiten...
27.03.2011
Frage: Wie lange hält ein Sanddübel, zum Beispiel in einer Betonwand?
Sanddüvel: Soweit wir wissen hält mineralischer Sand Millionen Jahre. Wie lange halten Schraube oder Beton?
18.04.2011
Frage: Auf der FREIBA 2011 konnte man am Tepker-Stand Sanddübel-Muster testen. Gibt es noch welche?
Sanddüvel: Frag Herrn Tepker.

Psammit-Verbundduebel

19.04.2011
Frage: Warum sind Luftporen in Duktiler Psammit wichtig?
Sanddüvel: Damit sich der Sand-Werkstoff einfacher verdichten lässt. Je besser die Sandpartikel verdichtet sind, desto größer die Werkstoff-Festigkeit.
23.04.2011
Frage: Kann man Psammit-Dübel auch unter Wasser verwenden?
Sanddüvel: Grundsätzlich ja. Man sollte dann aber dafür sorgen, dass sich das Porenwasser im Sanddübel-Element entspannen und das Wasser aus dem Bohrloch ausfließen kann, zum Beispiel durch die Schraube hindurch.
26.04.2011
Frage: Na ja, nicht jeder hat eine Unterwasserbaustelle zu Hause. Altbauwände mit ungewisser Festigkeit schon eher. Wie tief müssen die Bohrlöcher sein? Wie lang Sanddübel-Element oder Schraube?
Sanddüvel: Einfach machen.
01.05.2011
Frage: Sind Psammit-Dübel eigentlich erdbebensicher?
Sanddüvel: Durchgeführte Versuche lassen zumindest darauf schließen, dass Duktiler Psammit (Sand-Werkstoff) mechanische Energie in (unschädliche) Wärme umwandeln kann. In welchem Maße das zu erdbebensicheren Befestigungen führen kann, muss man untersuchen. Es gibt aber auch harmlosere dynamische Beanspruchungen, für die Psammit-Verbundverankerungen vorteilhaft sein könnten, zum Beispiel bei Maschinenfundamenten oder im Gleisbau.
07.05.2011
Frage: Sanddübel sind zwar nicht thermoplastisch, aber was ist mit Feuer?
Sanddüvel: Solange kein Soda in der Nähe ist, erhält man mit ausreichend Hitze irgendwann einen Kristallglas-Dübel. Die Frage ist, wer zuerst weich wird: Sand oder Ankerstahl?
12.05.2011
Frage: Was passiert, wenn man die Schraube wieder herausdreht?
Sanddüvel: Der Psammit-Werkstoff behält die eingeprägte Gewindeform. Im Prinzip erhält man dadurch eine Bohrung mit Polymerbeton-Innengewinde. Man kann dann gleiche Schrauben sooft ein- und ausdrehen wie man will. Solange keine Sandkörner aus dem Schraubloch entfernt werden, bleibt auch die Festigkeit der Schraubverbindung erhalten.
21.05.2011
Frage: Wie unterscheidet sich der Verbund zwischen Schraube und Sand-Werkstoff vom Verbund zwischen Bewehrungsstahl und Beton?
Sanddüvel: Vermutlich weniger als im Stahlbetonbau bekannt ist. Es erscheint nämlich so, dass wir mit der Einführung des Verschieblichen Verbundes (Rehm 1961) ein unzutreffendes Modell vom tatsächlichen Verbund-Mechanismus entwickelt haben.

Verbund-Keile

28.05.2011
Frage: Bei anderen Dübelsystemen oder Ankern muss man das Bohrloch reinigen. Muss man das auch beim Psammit-Dübel?
Sanddüvel: Nein, beim Psammit-Dübel kann man sich die Arbeit sparen. Beispielsweise Siliziumdioxid- oder Aluminiumoxid-Sand ist härter als Stahl und die Körner prägen sich dadurch besser in die Bohrlochwand ein. Bohrstaub oder Feuchtigkeit stören dabei nicht.
09.06.2011
Frage: Wie der Verbund zwischen Sandkörnern und Bohrlochwand funktioniert ist einleuchtend. Aber wie funktioniert der Verbund zwischen den Sandkörnern selbst?
Sanddüvel: Das eigentümliche Phänomen des Verbundes zwischen dicht gelagerten Sandkörnern ist aus der Bodenmechanik unter der Bezeichnung Dilatation bekannt und bewirkt zum Beispiel die bekannt große Mantelreibung bei Pfählen in dicht gelagertem Sandboden. Dilatation entsteht dadurch, dass Sandkörner ihre hohe Packungsdichte aufgeben müssen, um aneinander vorbei gleiten zu können. Wenn diese Volumenvergrößerung behindert wird, entsteht im Sand ein Volumendruck, der mit der Spreizkraft eines Spreizdübels vergleichbar ist. Im Unterschied zum Spreizdübel wird die Spreizwirkung des Sanddübels durch Dilatation jedoch gleichmäßig im gesamten Sand-Werkstoff erzeugt. Deshalb wirkt eine Schraube in Verbindung mit einem Sanddübel wie ein echter Verbundanker.

Dilatation

11.06.2011
Frage: Es scheint beim Sanddübel also unterschiedliche Verbundmechanismen zwischen Schraubengewinde und Sand-Werkstoff, zwischen den Sandpartikeln und mit der Bohrlochwand zu geben. Wie passt das zusammen?
Sanddüvel: Vielleicht über die Größe der Verformungen. Solange die Sandkörner nicht aneinander vorbeigleiten können, haben wir wohl noch eine Art "dilatorischen Verbund". Wenn sie sich an benachbarten Sandkörnern vorbei bewegen, sprechen wir eher von Reibung. Was für einzelne Partikel gilt, gilt wohl auch für ganze Gruppen von Partikeln oder benachbarte Bauteile, aber in einem anderen Größenmaßstab. Beim Sanddübel scheint es sogar so zu sein, dass eine gewisse Kornverschiebung den Verbund-Mechanismus zwischen Schraube und Sand-Werkstoff mit der eigentümlichen Keil-Kinematik erst ermöglicht.

Keilkinematik

06.07.2011
Frage: Kann man solche Verbundmechanismen berechnen?
Sanddüvel: Tja, die Rechenaufgabe bewegt sich hart an den Grenzen bekannter Ingenieurmodelle - oder darüber hinaus.
13.07.2011
Frage: Was ist mit der Allzweckwaffe der Ingenieure, der Finite-Elemente-Methode?
Sanddüvel: Der Verbund zwischen Beton und einem profilierten Ankerstahl lässt sich mit der FEM ganz gut modellieren, sofern man Geometrie und Riss-Kinematik des Systems zutreffend genug berücksichtigt. Großmaßstäbliche Ausziehversuche nach RILEM / CEB/FIP Recommendations ließen sich mit den verfügbaren Materialannahmen in den 1990er Jahren jedenfalls augenscheinlich gut simulieren.

Radialverschiebungen

12.08.2011
Frage: Und? Was bedeutet das für die FEM-Simulation von Sand-Werkstoff oder Psammit-Verbund-Systemen?
Sanddüvel: Dazu wissen wir noch zu wenig über die Materialeigenschaften von superverdichteten Partikelhaufwerken. Das war bisher einfach kein Thema in der Betontechnologie oder in der Bodenmechanik.
13.08.2011
Frage: Geht´s nicht einfach einfach?
Sanddüvel: Einfach ist zurzeit wohl einfach am besten. Schon einfache Zugversuche an normierten Schlüsselschrauben mit Sanddübel in Beton zeigen, dass Duktiler Psammit fester sein kann als ein Beton C20/25. Die mobilisierbaren Scherspannungen lagen bei etwa 10 MPa (Megapascal = N/mm²) in der Scherzone zwischen Dübel und Bohrloch. Das bedeutet zum Beispiel, dass eine 10er Sechskant-Bauschraube mit zugehörigem Sanddübel eine Zuglast von mehr als 2 Tonnen (20 kN) aufnehmen kann.
15.08.2011
Frage: Das heißt, dass eine ganz normale Bauschraube mit einem Sanddübel-Element zum mechanischen Verbundanker mutieren kann?
Sanddüvel: Der richtige Dübel dient dem Ansehen der Schraube.
30.11.2011
Frage: Das Sanddübel-Prinzip ist doch eigentlich einfach zu verstehen. Warum gibt es solche mechanischen Verbunddübel nicht schon längst?
Sanddüvel: "Es ist schwer, jemanden dazu zu bringen, etwas zu verstehen, wenn er dafür bezahlt wird, es nicht zu verstehen."
06.12.2011
Frage: Nein, das ist ungerecht. Bei Stahldübeln und chemischen Verbundankern muss man jeden Krümel aus dem Bohrloch entfernen und bei Psammit-Verbundankern muss man das nicht? Wer soll das verstehen?
Sanddüvel: Stimmt, auch die Erfahrung beim "Sandburgen bauen" spricht eigentlich dagegen. Sanddüvel klärt auf! 
08.12.2011
Frage: Angeblich prägen sich Sandkörner doch in die Bohrlochwand ein. Was ist also schlimm daran, wenn ein paar lose Sandkörnchen vom Bohren im Bohrloch verbleiben?
Sanddüvel: Bei einem Stahldübel oder Ankerbolzen müssen sich die Zacken am Spreiz-Clip sicher in die Bohrlochwand einprägen, damit der Dübel hält. Wenn sich Staub- oder Sandkörner dazwischen befinden, funktioniert das nicht. Einzelne Sandkörner wirken dann sogar wie Kugellager und verhindern eine sichere Verspreizung. Der Stahldübel rollt dann praktisch aus dem Bohrloch.

Kugellager

09.12.2011
Frage: Und warum hält dann ein Psammit-Dübel?
Sanddüvel: Das Entscheidende ist die Anzahl der Sandkörner. Wenn genügend Sandkörner zwischen Ankerstahl und Bohrlochwand verspannt sind, behindern sie sich gegenseitig beim Rollen - wie Zahnräder, die gegeneinander drehen wollen und nicht können.
10.12.2011
Frage: Ja, ja. Bei zweilagiger Kugelpackung mag das stimmen, aber was ist mit dreilagiger? Hebt sich die Zahnrad-Hemmung dann nicht wieder auf? Überhaupt bei jeder ungeraden Anzahl von Kugel-Lagen?
Sanddüvel: Theoretisch, ja. In der Praxis haben wir es aber mit einem räumlichen Körnchen-Sprengwerk zu tun. Das bedeutet, dass jedes Sandkörnchen mindestens vier Kontaktstellen mit anderen Partikeln oder einem der Bauteile hat, eher vielleicht fünf bis acht. Dann ist es kaum denkbar, dass ein Sandkorn noch ungehemmt rotieren könnte. Erst recht, wenn die Kontaktstellen der Sandkörner unter sehr großem Druck stehen. Das ist das Sanddüvel-Prinzip. Wichtig ist dann vor allen Dingen, dass keine Sandkörner aus dem Sprengwerk ausweichen oder ausbrechen können.
17.12.2011
Frage: Beim Sandburgen bauen spielt es ja wohl kaum eine Rolle, ob die Anzahl der Lagen gerade oder ungerade ist. Trotzdem kann man einen solchen Sandhaufen nicht gerade als fest oder tragfähig bezeichnen. Warum?
Sanddüvel: An einem schönen Sandstrand mit etwa 0,3 mm großen Sandkörnchen besteht eine 50 cm hohe Sandburg aus etwa 1.500 oder 1.501 Korn-Lagen. Wenn man die Wandflächen nicht zu steil aufschüttet, ordentlich festklopft und regelmäßig befeuchtet, dann hält eine Sandburg doch ganz prima, oder? Ob 1.500 oder 5 Lagen - man darf nur nicht drauftreten. Das Ergebnis nennt der Fachmann dann übrigens Böschungsbruch.

Sandburg

19.12.2011
Frage: Wie könnte ich denn meine Sandburg wirksam gegen Böschungsbruch schützen?
Sanddüvel: Aufpassen, dass niemand drauftritt. Oder dem Sand Zement beimischen. Der Fachmann nennt ein solches zementiertes Partikel-Sprengwerk übrigens Mörtel oder Beton - je nach Größe der Zuschlags-Partikel.
21.12.2011
Frage: Ach, die Korngröße spielt keine Rolle?
Sanddüvel: Nun ja, eine "Sandburg" aus Feldsteinen oder Findlingen ist relativ sicher vor Zertreten. Aber die Festigkeit eines Korn-Haufwerks oder Stein-Gefüges hängt bei gleichem Korngrößen-Maßstab maßgeblich von der Kornform ab. Eckige, längliche, flache oder quaderförmige Körner oder Steine lassen sich besser und fester fügen als gerundete oder gar runde. Deshalb besteht zum Beispiel auch der Schotteroberbau von Bahngleisen aus gebrochenem eckigem Schotter und nicht aus natürlich runden Kieselsteinen.

Feldsteine

22.12.2011
Frage: Ist doch egal. Wozu gibt´s Mörtel?
Sanddüvel: Nein, es ist nicht egal. Einen richtig festen Mauerwerksverband kann man nur mit ebenflächigen Steinen, besser mit regelmäßigen Quadern, erzielen. Auch ohne festen Mörtel. "Gut gehauene Steine schließen sich ohne Mörtel aneinander." Aber eine mittels Mörtel zusammengehaltene Mauer aus runden Feldsteinen ist und bleibt ein Partikel-Sprengwerk. Ab einer gewissen Anzahl an Steinlagen und je nach Gewichtsauflast hängt die Stabilität eines solchen Feldstein-Gefüges maßgeblich von der Qualität des Mörtels ab.
23.12.2011
Frage: Wenn eine Kirchenmauer aus gerundeten Feldsteinen 800 Jahre gehalten hat, was soll dann noch passieren?
Sanddüvel: Nun ja, nach einem Brand, eventueller Durchnässung, mehrfacher Frost-Tau-Wechsel oder unverstandener Mörtelzusammensetzung darf man sich durchaus fragen, ob die ursprüngliche Mörtel- oder Verbundfestigkeit noch gegeben ist. Zusätzliche Änderungen der Auflasten oder deren Verteilung bewirken ja auch Veränderungen im Kräftefluß durch das Stein-Tragwerk. Am empfindlichsten reagieren darauf theoretisch die äußeren Wandschalen auf halber Höhe und besonders deren Schnittkanten - die Mauerecken. Zumindest dürften latente Strukturveränderungen oder Prozesse dort am ehesten sichtbar werden.
24.12.2011
Frage: Müssen wir uns um unsere Kirche Sorgen machen?
Sanddüvel: Ist da etwa jemand nicht fest im Glauben?
03.01.2012
Frage: In diesem Fall scheint das aber weniger eine Frage des Glaubens zu sein. Sieht das bei unserer Kirche nicht eher wie eine teilweise abplatzende Wandschale aus?
Sanddüvel: Zugegeben, es sieht bei genauerem Hinschauen an manchen Stellen zumindest nicht gut aus. Aber geht nicht jede wirkliche Erneuerung mit einem Verlust von Althergebrachtem einher?
05.01.2012
Frage: Ein Sanddübel ist doch auch ein Partikel-Sprengwerk - angeblich ohne Mörtel. Warum platzen keine Partikel heraus?
Sanddüvel: Das liegt an Konstruktion, Geometrie und rheologischen Gegebenheiten. Am Anfang werden die Sandkörner durch den geringen Kunststoffanteil in Form und zusammengehalten. Wie das bei Duktiler Psammit oder "Sand-Werkstoff" nunmal so ist. Durch Eindrehen der Schraubenspitze wird der Dübelsand geringfügig aufgelockert und die Sandkörner lagern sich in den Gewindegängen der Schraubenspitze ein wenig um. Der zunehmend dicker werdende Kern der Schraube presst dann beim weiteren Eindrehen die Sandpartikel zusammen und gegen die Bohrlochwand. Die Sandkörner sind zwischen Gewinde und Bohrlochwand gefangen und können also nirgendwohin ausbrechen oder rausplatzen.
06.01.2012
Frage: Und was ist mit dem Bröseln von einfachen Sanddübeln am Bohrlochanfang (siehe 17.03.2011)?
Sanddüvel: Das sind unmaßgebliche Randeinflüsse, denen man zudem konstruktiv sehr einfach und wirksam begegnen kann. Zum Beispiel genügt es, wenn man die Sanddübel-Enden mit Kunststoff anreichert oder die Bewegungsfreiheit der Sandpartikel durch entsprechende Anbauteile begrenzt.
07.01.2012
Frage: Ach, warum reichert man dann nicht einfach den ganzen Sanddübel mit Kunststoff an?
Sanddüvel: Kunststoff ist weitestgehend inkompressibel und plastisch. Das ist ja genau das Problem bei Kunststoffdübeln. Man kann sie nicht durch Verdichten fester machen. Bei entsprechend großem Druck oder Temperatur werden sie weich und einfach herausgequetscht. Das Problem kennt man ja auch bei Abdichtungskonstruktionen, zum Beispiel bei Flachdichtungen im Anlagenbau. Wenn der Druck zu groß ist, wird das Dichtmaterial verquetscht oder es entstehen Kraftnebenschlüsse und Leckagen.
09.01.2012
Frage: Auch wenn - umgekehrt - der Kunststoff mit mineralischen Sand-Partikeln angereichert ist?
Sanddüvel: Solange die Beweglichkeit der Partikel durch unvollständigen Korn-zu-Korn-Kontakt nicht wesentlich eingeschränkt ist, wird auch das Fließen des Werkstoffs nicht wirksam verhindert.
10.01.2012
Frage: Aber dann dürfte es keine wirksamen chemischen Verbunddübel geben, oder?
Sanddüvel: Chemische Verbunddübel sind ein schwierig erzielter Kompromiss zwischen erforderlicher Fließfähigkeit des Mörtels zum Einbau des Ankerstahls und der dauerhaften Festigkeit des Dübels in den unterschiedlichen Herstellungs-, Betriebs- oder Belastungszuständen. Das ist schon eine große Kunst mit sorgfältig ausgewählten Rohstoffen und wird nicht von jedem verstanden.
11.01.2012
Frage: Ja ja, klar. Aber das Zusammenspiel zwischen psammischen Mineral-Partikeln, veränderlichem Porenvolumen und dauerplastischem Kunststoff, der aber kein "Mörtel" ist, soll jeder verstehen können?
Sanddüvel: Mechanische Verbunddübel aus Duktiler Psammit versteht man am besten mit dem Eindrehen der ersten Schraube. Mehr braucht´s eigentlich nicht.
12.01.2012
Frage: Reindrehen "und sich wohlfühlen"?
Sanddüvel: Und sicher. Als Handwerker, Montageunternehmer, Gerüstbauer, Bauleiter, Polier, Architekt, Bauaufsicht, Gleisbauer, Konstrukteur, Statiker, Bauamtsleiter, Wasserbauer, Brandschutzbeauftragter, Bauunternehmer, Bauherr, ...

16mm-Psammit-Verbundanker

29.02.2012
Frage: 16mm Sechskantschrauben nach DIN 571 sind ganz schöne Brocken. Warum gibt es keine in Durchmesser 14mm?
Sanddüvel: Vielleicht weil es bisher keine leistungsfähigeren Dübel zur Verankerung mit Holzschrauben in Beton gab?
29.03.2012
Frage: Für eine bekannte Kunststoffdübelsorte mit 16mm Durchmesser empfiehlt der Dübelhersteller Zuglasten bis 2,6 kN (2 "Komma" 6) in Beton. Selbst wenn man erforderliche Sicherheiten berücksichtigt, liegen zwischen dem Auszugwiderstand eines solchen Kunststoffdübels und einem gleich großen Psammit-Dübel offensichtlich Welten. Trotzdem wirbt der Dübelhersteller mit dem Slogan "Aber keine halten so gut wie die Dübel von ...". Wie geht das denn?
Sanddüvel: Werbung lebt von der flüchtigen Kraft des Vertrauens. Überzeugung lebt von der nachhaltigen Kraft der Wahrheit.
06.04.2012
Frage: Sind Kunststoffdübel überhaupt noch zeitgemäß?
Sanddüvel: Ja klar. Die Schöpfung der Kunststoffdübel ist selbstverständlich seit über 50 Jahren nachhaltiger Bestandteil unserer Baukultur. In Lochsteinen und für leichte Befestigungsaufgaben sollen sie ihren wohlverdienten Platz als "Universaldübel" behalten.
05.05.2012
Frage: Sind Psammit-Dübel für Mauern aus Lochsteinen nicht geeignet?
Sanddüvel: Doch. Im Fugenmörtel.

Fugendübel

06.06.2012
Frage: Zugegeben, Verankerungen im Fugenmörtel würden die Steine schonen und somit den Wert des Mauerwerks erhalten. Besonders für historisches Mauerwerk und edle Steine wäre das echt klasse. Aber bekanntlich ist Fugenmörtel oft bröckelig und nicht so fest wie die Steine...
Sanddüvel: ... und nicht so gleichmäßig fest wie Beton. Aber bevor man die wertvollen Steine anbohrt, kann man mit einem Psammit-Dübel eine Befestigung in der Mörtelfuge zumindest testen.
08.06.2012
Frage: Das kann man auch mit Kunststoffdübeln probieren. Warum, bitte schön, Psammit-Dübel?
Sanddüvel: Da gibt es gleich mehrere gute Gründe: Mit einem Sanddübel erreicht man die tiefer liegende, in der Regel festere Zone einer Mörtelfuge. Die Schraube ist relativ dicker und auch dadurch wesentlich steifer als bei üblichen Kunststoffdübel-Verbindungen. Damit kann man zum Beispiel bröckelige Mörtelzonen besser überbrücken. Zudem schließt der Schraubenschaft bei Verwendung eines Sanddübel-Elements das Bohrloch optisch ab. Man sieht also keinen Dübel und kein Bohrloch mehr. Schließlich gibt es für Sanddübel optimal passende Stock- oder Sechskantschrauben auch in nichtrostenden Stählen. Das ist für bewitterte Außenwände sicher auch ein Vorteil...

Geruestduebel

05.07.2012
Frage: Ist das nicht übertrieben, um an der Leine ein wenig Wäsche aufhängen zu können?
Sanddüvel: Stimmt.

Feinklettern-Konsole

16.07.2012
Frage: Na, das scheint ja in dem gesunden Mauerwerk ganz gut zu halten. Man muss halt Glück haben mit dem Fugenmörtel, stimmt´s?
Sanddüvel: Es ist immer gut, wenn man Glück hat. Man kann dem Glück aber auch nachhelfen.
17.07.2012
Frage: Aber wie? Es gibt so viele unterschiedliche Mörtelsorten; feste, sandige, bröselige... Für jede Mörtelsorte einen anderen Psammit-Dübel?
Sanddüvel: Hmm, das würde das Problem nicht mal lösen. Auf bestimmte Mörtelsorten könnte man Psammit-Verbunddübel durchaus einstellen. Aber was macht man bei historischen oder unbekannten Mörtelqualitäten? Oder wenn einem beim Bohren der lose Sand entgegenkommt? Und dann auch noch bei jedem Bohrloch anders…
23.07.2012
Frage: Will we fix it?
Sanddüvel: Ja, das schaffen wir. Die richtige Schraube dient dem Ansehen der Dübel.
11.09.2012
Frage: Das sieht wie eine „umweltfreundliche“, „nachhaltige“, „Ressourcen schonende“ Lösung für viele Befestigungsaufgaben aus. Wo ist der Haken an der Sache?
Sanddüvel: Was für ein Haken? Etwa wie bei den Glühlampen – den gefährlich einfach böse billigen Dingern?


Kirche-Hademarschen

12.09.2013
Frage: "Und sie bewegt sich doch"?
Sanddüvel: "Es soll sich regen, schaffend handeln, / Erst sich gestalten, dann verwandeln; / Nur scheinbar steht´s Momente still.
Das Ewige regt sich fort in allen: / Denn alles muß in Nichts zerfallen, / Wenn es im Sein beharren will." / "Eins und Alles"
13.09.2015
Frage: Müssen wir jetzt neu zur Mörtel-Frage ins Gespräch gehen?


09.04.3015
Sanddüvel: Wozu? Die Liebe ist langmütig und freundlich. Sie freut sich an der Wahrheit.
Sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles,
sie duldet alles.


31.10.1517 Ein Blick zurück?
Frage: „Entzwei' und gebiete! Tüchtig Wort;
Verein' und leite! Bessrer Hort.“?
Sanddüvel: Über die Erfindung.

Die (einer Erfindung zugrunde liegende)
Idee ist göttlich und existiert ewig

Der Erfinder ist ein Mensch
Und er findet sie

Eine große Erfindung der Menschheit ist
Die Liebe

(Unteransprüche siehe Bergpredigt)

Ich denke
Der Mensch ist
Eine Erfindung seiner selbst?













Schatten